Plattenspieler

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Hamburg - Schallplatten schienen schon ausgestorben: CDs und Downloads hatten die klassische schwarze Scheibe als Tonträger fast verdrängt. Doch mittlerweile sieht man Vinyl wieder deutlich häufiger - und das nicht nur in irgendwelchen Hipster-Läden.

Der Trend lässt sich am größten Musikmarkt der Welt ablesen: In den USA ist der Verkauf von Schallplatten im abgelaufenen Jahr um satte 52 Prozent gestiegen. Das geht aus Daten des Branchendienstes Nielsen Soundscan hervor. Demnach wurden 2014 rund 9,2 Millionen Schallplatten verkauft - ein Anteil von sechs Prozent am Gesamtmarkt. Auf eine verkaufte Schallplatte kommen also etwa 16 CDs oder andere Tonträger - wobei der CD-Absatz stetig sinkt.

Ebenso wie die Vinyl-Verkäufe steigt auch die Nutzung von Streaming-Diensten wie Spotify und Pandora. Im Jahr 2014 lag der Zuwachs laut Nielsen Soundscan im Vergleich zum Vorjahr bei 54 Prozent. Streaming-Dienste ermöglichen Nutzern das Musikhören im Internet ohne den Kauf und den dauerhaften Download der dazugehörigen Titel. Stattdessen wird ein Abo gezahlt, es gibt aber auch kostenlose Basis-Varianten.

Diese Trends lassen sich auch in Deutschland beobachten. Für 2014 gibt es zwar noch keine Zahlen. Doch schon 2013 lag die Wachstumsrate der Vinylumsätze bei 47,2 Prozent. Seit 2009 haben sich die Umsätze sogar mehr als verdreifacht.